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Was war , Was ist und was sein wird!? ****************************************
An einem Dezembertag, genau am 17 Tag des Monats erblickte ich, anno 1973, das Licht der Welt. Im damaligen Ostberlin. **** Nun begann ich Kind zu sein, bis ich dann wie andere Kinder in der Kindergarten musste. Kein Stress wenig Sorgen und Probleme. **** 10 Jahre lernen und pauken war nun für mich an der Tagessordnung. Damals in der so genannten guten alten zeit noch 6 Tage die Woche. Das Beste an der ganzen Schulzeit waren für mich der Astronomieunterricht und die Ferien. **** Die Ferien mit gratis Kino und baden in der Ostsee, die damals noch platz hatte. Und vieles mehr..... **** 1990 hatte ich mich entschieden den Beruf des Brauers und Mälzers zu erlernen. Die Ausbildung hatte Höhen und Tiefen, Freude und Leid, schönes und .... na ja. Eine Ausbildung wie das Jing und Jang. **** Nach meiner Ausbildung hatte ich die Erfahrung gemacht das Kollegen nicht gleich Kollegen sind und ich lernen musste NEIN zu sagen. An meine Substanz gingen auch die 3 Jahre in denen ich keine und wenn nur selten und kurz eine Arbeit hatte. **** Hersbruck - Franken - Bayern. Geil endlich eine neue Stelle, neue Menschen, neue Umgebung klang 1997 echt super. Doch auch diese Stelle, nein Danke. Krampfen von morgens 6 Uhr bis abends um 22 Uhr. Und dann... dann wieder nix, gar nix. Und das hat mich tierisch genervt. **** Neues Land, neue Stelle neuer Arbeitgeber neue Leute und nachträglich scheiss Job. Nun hatte ich den Sprung aus Deutschland in die Schweiz gewagt und so wie es heute in meinem Leben aussieht war das, das beste was mir passieren konnte. Auch wenn ich dann in der Schweiz, in Zürich richtig miese Jobs hatte und manchmal nach Berlin zurück wollte. **** WOW, WOW, WOW Nach einer gewissen Arbeitslosigkeit hatte ich nun endlich einmal einen Sechser,nicht im Lotto, nein mit meinem Job. Als ich mich unzählige male bei unzähligen Firmen beworben hatte und mit vielen Ausreden abgespeist wurde, hat sich eine Türe, eine gewaltige Türe, für mich aufgetan. Ich konnte bei der VBZ (Verkehrs Betriebe der Stadt Zürich), als Tramchauffeur beginnen. Ein Kindheitstraum hatte nun gestallt angenommen denn ich wollte schon immer mit den Trams egal wo rumfahren. Und dann auch noch Geld dafür bekommen WOW **** Wer nun mal in Zürich ist und zeit hat der kann ja mal eine runde im Tram mit mir mitfahren und wenn du mich ansprichst liegt sicher auch ein Kaffee drin. Bitte vergiss nicht: nur mit gültigem Fahrschein. Ok? Bis dann würde mich ehrlich freuen. **** So. Im Dezember 2005, jetzt habe ich Ihn. Den Ausländerausweis C . Das heisst, ich bin ab sofort Schweizer, aber ohne Pass und Wahlrecht. Und habe jetzt das Recht und/oder die Pflicht meine Steuern selber bezahlen zu dürfen. **** Dann im Mai 2006 war es soweit. ICH wurde Götti. Stolz wie "Oscar" bin Ich. Mein "Götti-Bueb" ist zwar nicht mehr der Kleinste (7 Jahre), aber dafür kann man mehr gemeinsam unternehmen. Mag sein das es für andere nur ein Titel ist. Wie in Deuschland üblich. Für mich ist es aber eine Verpflichtung, der ich mich gerne stelle. **** Seit dem 9. Februar 2007 bin ich zum 2.mal Pate/Götti geworden. Meine Schwester hat eine Tochter geboren. Sie kam zwar etwas eher als geplant und war etwas Ihrer Zeit hinten nach, aber Babys sind ja so Süssssssssss. **** Dann kam eine Zeit des wartens und nicht wissen. Im März bekam ich einen Anruf das unsere Oma im Spital liegt, mit ungewissem Ausgang. Und das am Vorabend als ich meine Tramprüfung ablegen musste. Diese Tramprüfung ist obligatorisch alle 5 Jahre zu wiederholen. **** Am 24. März kam der erwartete, aber nicht erhoffte, Anruf das meine Oma erlöst worden ist. Also Termin zur Beerdigung mit der Disposition absprechen, das ich Urlaub bekomme. Und was der Hammer war, an diesem Tag mussten wir auch unsere Katzte von Ihrem leiden erlösen. **** Aber die Beerdigung gab mir die Möglichkeit endlich meine Nichte im Arm zu halten. Genial. Kann ich nur jedem mal empfehlen. Aber Bitte die Kinder der eigenen Familie ;-) *** Nun ist meine Nichte in der Zwischenzeit grösser geworden und feiert nächstens auch schon Ihren 4.Geburtstag. Mittlerweiler haben wir Dezember 2010 und bei mir hat sich so einiges geändert. *** Den Beruf des Tramfahrers habe ich aufgegeben. Es gab diverse Gründe dafür. Der Wichtigste war, meine Gesundheit. In dieser Zeit hatte ich fast 40kg zugelegt. Wenig Bewegung und viel sitzen. Durch Juma meinem Hund, den ich seit Feb.2008 habe, konnte ich wieder an Lebensqualität gewinnen und Gewicht verlieren. *** Juma bekam ich durch eine glückliche Fügung. Als ich noch Kind war hatte ich schon immer Tiere haben wollen. Ich musste aber bis zu meiner Ausbildung warten bis ich ein Tier bekam. OK, ich sorgte selber dafür. In der Ausbildungsfirma verfing sich ein Wellensittich in einem, mittlerweile abgerissenen, Turm. Diesen habe ich gefangen und mit nach Hause genommen. Später kam noch ein Nymphensittich hinzu. Schöne Tiere. *** Zurück zu Juma. Wir waren beim Geburtstag meiner Nichte, da bekam mein Schatz von einer Kollegin eine mms mit einem Foto von Ihrem neuen Hund, eben Juma, und folgendem Text. "Ich habe einen neuen Hund. Das wird Peter freuen". Mein Schatz bekam Panik. Wieso wird das Peter freuen, fragte er sich die ganze Rückfahrt nach Zürich. Des Rätsels lösung. Ihr alter Hund, ein Zwergpudel, war, sinn gemäss, ein Ekel. Wenn Frauchen da war war alles io. Und wenn nicht, dann liess sich Ihr Pudel nicht füttern, trank nichts und konnte nur im Auto "gelagert" werden. Apatisch, eben. *** Als wir zu Hause angekomen waren habe ich, zu dem Zeitpunkt, Ihren Juma sofort ins Herz geschlossen. Jetzt wusste ich warum Sie schrieb "das wird Peter freuen". Juma ist wohl erzogen, bellt nicht unnötig usw. also der perfekte Hund für mich. Rita, die Kollegin, merkte das. 2 Tage später meinte Sie, das Sie mir Juma schenke. Ich wollte schon JA sagen, da kam vom Fussboden her ein ganz grosses ABER. Mein Freund liegt viel am Boden, ist halt eine Makke von Ihm. Mache ich auch gelegentlich. Ist, übrigens, sehr bequem. *** Ich könne Juma haben, aber nur zu den folgenden Bedingungen. Du(Peter) bist der Chef, Du gehst zum Tierarzt, wenn was sein sollte, Du gehst Gassi mit dem Hund usw. usf.. Das waren für Bedingungen denen ich mich gerne füge. Nachdem das geklärt war ging ich mit MEINEM neuen Hund zu Qualipet und gab mal auf die schnelle ~300CHF aus. Für eine Grundausstattung, was der Mensch für einen Hund halt brauch. *** Diesen Hund gebe ich NIE wieder her. Juma ist der, auch wenn ich es wiederhole, der für mich perfekte Hund. *** Doch nun wieder an die Arbeit. Zeitweise ging es mir so schlecht, das ich an die Züge gedacht habe die so schön schnell hinter unserem Wohnhaus vorbei fuhren. Dazu sage ich nur 2 Worte: Robert Enke. Er hat diesen letzten Schritt gemacht, ich war kurz davor. Darum viel es mir auch, schlussendlich, nicht schwer mich vom Tramfahren zu trennen. *** Ich hätte es gerne weiter gemacht, aber nicht in dieser Firma. *** Während meiner Auszeit habe ich mir, weiterführende, Hilfe geholt. Aus heutiger Sicht hätte ich mir die Hilfe schon viel früher holen sollen. So konnte ich mir über einiges meine Gedanken machen und mir mir selber wieder ins reine kommen. *** Mit mir ging es wieder aufwärts. Ich konnte mir eine neue Stelle suchen und habe auch eine schöne Arbeit gefunden. Wo ich mein Wissen auch zum Einsatz bringen kann. Aktuell arbeite ich bei LIDL-Schweiz, in der Zentrale, als Disponent. Abwechslung ist gegeben. Speziell wenn die Chef's Sonderwünsche haben. Da kann Mann sein ganzes Potential zum Einsatz bringen und ausspielen. *** Aber nur wenn Mann nicht auf einer Eisplatte ausrutscht und sich das Sprungelenk, inkl. doppeltem Bänderriss, bricht. Diese geschah mir am 3.12.2010 um 4.20Uhr, rund 4m vor der Hauseingangstür. Um 4.21Uhr habe ich mein Schatz aus Bett getrommelt und 4.23Uhr die 144(Sanität) angerufen. *** Um ca. 5.00Uhr war ich dann im Kantonsspital Winterthur auf der Notfallstation, Zimmer 11. Nach diversen Untersuchungen entschieden die Ärtze sich für eine OP mit Spinalanäthesie, zu deutsch: lokale Betäubung. Und ich konnte dabei endlich etwas Schlaf nachholen. Denn ich hatte an diesem Tag, besser gesagt Nacht, von17-3.45Uhr gearbeitet. *** Spital ist ja gut schön. Nur wenn man irgendwelche "trübe Tassen" noch mit im Zimmer hat wirds langweilig. *** Seit gestern bin ich wieder zuhause. Gott sei Dank. Aber was mich ganz besonders freut ich darf in den, wohl verdienten, Urlaub fahren. 2Wochen, 5 Sterne, All inklusiv. *** Diesen Urlaub haben ich, nein, haben WIR uns verdient. *** Denn in diesem Jahr war ich nicht der einzige mit grossen Problemen. Mein Freund/Schatz/Mann hatte einen stillen Herzinfarkt. Dieser wurde nur gefunden weil er für seine Augen-OP noch einige Tests machen musste. Unser Doc hätte Ihn am liebsten mit Blaulicht ins Spital bringen lassen. Schlussendlich habe ich meinen Mann ins Spital gebracht. Keine 30min später konnte ich Ihn auf IPS finden. *** Das Ergebnis ist. Nur noch 2/3 funktionierende Herzmuskelmasse. Keine REHA, warum auch hätte ja was nützen können. Und seine Terminierte Augen-OP musste um mindestens 6 Monate, auf Ende Januar, verschoben werden. *** Aber uns geht es soweit wieder gut. *** In den letzten Wochen hatten wir einigen Besuch bei uns. Erst kam Schwesterlein mit Familie zu Besuch. Ich hatte mir diese Tage frei genommen. Wir sind dann mal durch Winterthur geschlendert und haben dem Technorama einen Besuch abgestattet. Dort kann man Mathematik & Physik er- & begreifen. Am Abreisetag haben wir, mit weiteren Kollegen, bei uns Angelika's (Schwester) & Andreas (Ehemann) Hochzeitstag gefeiert. Mit einem schönen Frühstück im Pavillion, bei uns im Garten. *** Für ein paar Tage später hatte sich Torsten angemeldet. Ich habe leider kein Frei bekommen. Also musste ich Ihn in die Obhut meinens Freundes geben. Beide haben diese Zeit mit einander genossen. Quasseln können über mich und ich bin nicht dabei. Vielleicht. Für einen Nachmittag bin ich dann mit Ihm nach Zürich rein gefahren. sind etwas durch die Stadt gezogen und haben fest gestellt: "Meine Güte hat es viele Deutsche hier", arbeitenderweise. Für mein persönliches Empfinden, schon fast wieder zu viele. Da hört man, leider, schon fast überall nur noch Hochdeutsch. Dafür wird man von Deutschen auf Arbeit "angelacht" wenn man es auf Schweizerdeutsch probiert. Mir gefällt die Sprache. Zurück zum Besuch. Da ich abends wieder zu Nachtschicht musste blieb nicht allzuviel Zeit für Zürich. Bhf-str., Urania, Limmatquai & Bellevue haben wir passiert. Am Stadelhoferplatz hat es Torsten erstaunt. Fahrradkontrolle durch die Polizei. Denn hier brauchen die Velo's eine Vignette (Haftpflichtvers.). Noch schnell in die Migros (das S wird nicht gesprochen) öpes go posten & dann hai. Aber bis man um 17.00Uhr durch Zürich durch ist muss man sich Zeit lassen. 90 Minuten heimweg nerven heftig. Am nächsten Tag habe ich dann persönlich zum Zug gebracht, nach meiner Nachtschicht. *** Torsten ist einer der wenigen aus meinem/unseren Kollegenkreis, der Jederzeit herzlich Willkommen ist. ***
fortsetzung folgt.
Gruss aus Neftenbach Peter G. Wendt
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